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Alle Zeit ist noch Warten. Zwischenzeit – Im Vorfrühlingswald macht sich eine Atmosphäre wie beim Arzt im Wartezimmer breit.
Im Wartezimmer sitzend, fühlst Du dich einfach nur krank. Aber gleich wirst Du dran sein und dann bekommst Du eine Diagnose und Du hast eine Krankheit, und du wirst wieder gesund werden.
Es besteht also Hoffnung, aber bis dahin heißt es – warten.
Der Holzeinschlag ist vorbei, die Frühblüher verstecken sich noch unterm Laub, die Bäume befinden sich weiterhin noch im Winterschlaf.
Hier und da strecken sich einem ein paar Schneeglöckchen entgegen. Eng aneinander gekuschelt wirken sie so, als hätten sie eine trutzige Wagenburg gegen den Winter und die Kälte errichtet.
Die Sonne wirft, wenn sie denn scheinen mag, ein grelles Licht und die Bäume bilden ihre messerscharfen Schatten auf dem Laub eines kahlen Waldbodens ab.
Der Wald wirkt seltsam aufgeräumt und leer. Die Manifestationen des Winters sind noch sichtbar, aber schon mehr verblassende Erinnerung als Sinneseindruck.
Noch ist nichts passiert, aber man kann es spüren, der Wald sammelt sich bis er, scheinbar auf einen Punkt konzentriert und vor Energie strotzend, loslassen wird…. und dann ist das Warten vorbei.
In geschätzt drei Wochen wird der Waldboden von Buschwindröschen überzogen sein, die Bäume werden austreiben und es wird Frühling sein.
Die Musik für diese Zwischenzeit kommt für mich von Hillary Hahn und Hauschka – Silfra.
Vielleicht weil sie auf Island, also zwischen zwei Kontinenten, aufgenommen wurde und der Einspielungsort Silfra genau an diesem tektonischen Riss liegt.
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Comments (1)
Das ist ja richtigm poetisch – aber gut